Renee Hawk – Photography

Analog

Mirror, Mirror

Spielglein, Spieglein an der Strassen, wer ist der schönste Baum in unserer Strassen?

mirror mirror


Unbewohnt

unbewohnt


Resumè: 1 Jahr analoge Fotografie und deren Selbstentwicklung

Seit – fast auf dem Tag genau – vor einem Jahr habe ich angefangen Schwarz/Weiß-Filme selbst zu entwickeln.
Anfangs hatte ich Respekt vor dem großen Geheimnis der Dunkelkammer. Was sich dahinter verbarg und wie das ganze vor statten ging, konnte ich nur erahnen.
Frage ich in meinem Bekanntenkreis, ob der ein oder andere, schon mal einen Film entwickelt hätte, so antworteten die meisten: “Ja früher mal in der Schule. Da war ich in einer Dunkelkammer, aber ich habe keine Ahnung was ich da gemacht habe.” oder auch eine gern genommene Antwort: “Früher habe ich das schon mal gemacht, aber ich bin froh, dass es Digitalkameras gibt. Chip einfach ins Lesegerät und dann kannst alles bearbeiten.”
Tja, nur kam ich mit diesen Antworten nicht einen Meter dem Geheimnis “Dunkelkammer” auf die Spur.
Durch einen glücklichen Zufall erwarb ich die Revue SC2 und der verkaufsoffene Sonntag war mir hold und ich erwarb einen S/W-Film in der Drogerie.
Der erste Film wurde schnell verschossen und ebenso schnell zum entwickeln gebracht.
Ich hatte Blut gelegt!
(Und ich wollte nicht eine Woche auf die Bilder warten.)
Via Youtube schaute ich mir Tutorials an, wie diese Entwicklungssache geht. Es gab einige Verfahren und ich entschied, dass die Kaffeeentwicklung nix für mich ist, da hätte ich mir zuviel Zeugs besorgen müssen, was ich hier auf dem Land nicht wirklich bekomme.
Doch das Geheimnis lüftete sich und der Zauber der “Dunkelkammer” offenbarte sich mir immer mehr.
Schnell bestellt ich bei Spürsinn mein Starter-Set und wartete voller Spannung auf das Paket.
Nicht allein die Post ist schnell, nein … Tilla und Micha sind viel schneller.
So! Nun stand alles da und ich staunte nicht schlecht … so viele Sachen … neue Spielsachen :)
Der erste Film stand schon bereit und so verdunkelte ich die Küche und knackte das erste mal eine Filmdose.
Das einfädeln in die Spule ist eine andere Geschichte (voller Missverständnisse) … Ich wusste gar nicht, wie viel Geduld man erlernen kann, auch ohne asiatischen Kampftrainer.
Dann das mixen der Chemie, das kippen der Filmdose, der Fixierer, das wässern, das trocknen und das schneiden und eintüten des ersten Films enthüllten mir den Zauber der analogen Fotografie und so langsam erahnte ich, warum ich das machen musste.
Es ist mir ein Ritual.
Es beruhigt mich.
Es entwickelt mich.
Und ich lasse es zu.
Mittlerweile habe ich 32 Filme entwickelt, davon 32 schwarzweiß und 2 im C-41 (Color)-Verfahren.
11 Filme mit der Praktica BM
9 Filme mit der Revue SC
1 Film mit der Vogtländer Vito BL
1 4-Linsen Kamera
10 Einwegkamera
Dabei habe ich sogar einen BW400 in Acurol und einen in HCD-2 entwickelt, nur um meine Neugier zu stillen, was dabei mit dem Film passiert und ob was hinterher zu sehen ist.
Meine Erkenntnisse haben mich zum Lachen gebracht und um Erfahrungen reicher gemacht.
Am liebsten fotografiere ich mit Ilford FP4+ und entwickle mit Acurol.

frozen drops
Agfa APX100; Acurol 1+100; 50,5 Minuten bei 20°C


BW400 in Acurol

Hier nur mal ein kleines Beispiel, wie es ausschaut, wenn man einen Colorfilm mit Acurol entwickelt.

Hirsch


Vorher / Nacher

Hybrid-Picture
Analogfilm mit C41 eNTWICKLUNG + Photoshop Brushes + Pixlr-O-Matic = Dreamtheater #22

Vorher / Nachher

Ich wollte mal zeigen, wie das mit dem Vorher-Nachher meiner Dreamtheater-Bilder ist.
Wenn einer eine genau Anleitung wünscht: Die gibt es nicht, das geht nach Phantasie und nach dem was das Ursprungsbild mir erzählt und was ganz tief darin verborgen liegt.


Akelei

Wünsche allen einen sehr gut und erfolgreichen Start in die neue Woche …

Akelei


WetWeb

Mal wieder einen Film selbst entwickelt.
Diesmal bin ich aber mit der Revue SC los und einem AGFA APX100.
Entwickelt wurde wieder mit Acurol im Verhältnis 1+100 bei 20°C und 50 Minuten.
So im nachhinein muss ich sagen, dass mir die Praktica doch sehr viel besser gefällt, der Auslöser ist nicht so sensibel und das 50mm Objektiv dazu macht einfach ein schöneres Bokeh.

WetWeb


Herbst in Acurol

Da hatte ich doch noch einen Film hier liegen, den ich vor 2 Wochen angefangen hatte – irgendwie wurde er nicht voll beim Spaziergang, weswegen er noch ein paar Tage in der Kamera auf seine Bestimmung wartete. Dann gab es ein paar Minuten tollen Herbstlicht im Garten und machte mal schnell den Film voll.
Gestern habe ich ihn dann in Acurol entwickelt.
Kamera: Practika
Film: Ilford FP4 plus
Chemie: Acurol 1+100, 24°C, 20,5 Minuten alle 5 Minuten 2 x gekippt

sunlight
Sunlight

am seidenen Faden
am seidenen Faden

Apfel / Apple
Apfel


Backstage Analog: Tetenal C-41 (Farbfilmentwicklung)

Heute kam das Tetenal-Päckchen und dann ging’s in die Küche zum entwickeln.
Super einfache Handhabung. Die Entwicklung bei 30°C ist simpel und bringt wirklich sehr schöne Ergebnisse.
Kann das Kit wirklich sehr empfehlen.
Den Kipprhythmus habe ich bei 30 Sekunden konsequent durchgeführt und bei der Wässerung habe ich die Dose unter fließend Wasser gestellt und alle 30 Sekunden neues 30°C warmes Wasser einfließen lassen.

Daher kann ich jetzt ein paar Bilder aus Dublin zeigen :)

O'Connel
Daniel O’Connell

Spike
The Spike

O'Shea's Hotel
O’Shea’s Hotel

Talbotstreet
Talbotstreet

Internet Cafe
Internet Cafe

Plane
aer lingus

All Cemetries
All Cemetries (neben dem Autohändler “Car Alamrs” ist der Eingang zu Friedhof gewesen, daher ist auch der Wegweiser)

Cross
Celtic Cross


Backstage Analog: Digibase C-41 Kit (Farbfilmentwicklung)

Ich hatte noch eine Einwegkamera von der Hochzeit übrig und die verknipste ich am Strand in Strande / Kiel. Dann entwickelte ich diesen mit dem Digibase C-41 Kit und hatte Schlieren, Streifen, Flecken und so auf dem Film.
Bin nach Anleitung vorgegangen und hatte dann den Film noch mal im Bleichbad, im Fixierer und im Stabilationsbad und nass sah er gut aus und wies keine Flecke auf.
Als er dann trocken war, war es noch schlimmer als vorher … dann habe ich die Prozedur noch mal gemacht und hatte wieder einen milchigen, fleckigen Überzug auf dem Film.
Gestern zeigte ich das Ergebnis dem Sebastian Kobs und dem Michael K. Trout und nahm Sebastians Tipp, den Film mit einem fusselfreien Lappen und warmen Essigwasser zu schrubben sehr gern und experimentell entgegen und siehe da …

C-41
Nach der ersten Entwicklung und im nassen Zustand macht der Film eine hervorragende Figur.

C-41
Und hier das “wundervolle” Ergebnis nach dem der Film trocken war …
Wenn es jetzt nicht ein Testfilm gewesen wäre, sondern mein Film von den Flitterwochen in Dublin, dann hätte ich mehr als einen Schreikrampf bekommen.

Nach dem warmen essigwasserschrubben in der Küche, war der Film auch sehr schnell trocken und zeigte kaum noch Schlieren, Flecken und so auf.
Also scannte ich den Farbfilm nun endlich.

c-41 mit flecken
Einige Bilder sind halt nun beschädigt, aber das hier ist das einzige das die Flecken noch aufweist.

Hier nun das Endergebnis einer sehr problematischen Prozedur – von 24 Bilder ist aber auch nur wirklich eines was geworden.
Dazu muss ich auch noch betonen, dass es sich dabei um einen No-Name-Film ISO400 in einer Einwegkamera handelt. Ritsch-Ratsch-Klick eben …

on the beach

Ich möchte auch hier ganz deutlich betonen, dass ich das digibase C-41 Kit für absolut schlecht halte.
Bei mir ist das Zeugs absolut durchgefallen und wird nicht weiterempfohlen.
Es ist ja nun wirklich absolut simpel Zeiten, Kipp-Rhythmen, Temperatur einzuhalten und eine Stoppuhr kann man auch lesen, bzw. man hört das klingeln, wenn man sie neben sich liegen hat und eh alle 30 Sekunden kippen muss.
Da lobe ich mir die Entwicklung von S/W mit Acurol … #hach und #seufz …

In den nächsten Tagen wird das Tetendal-C-41 Kit hier eintreffen und dann werde ich den Dublin-Film bei 30°C entwickeln …


Der frühe Vogel …

… wünscht allen ein besonders geschmeidiges erwachen und einen geruhsamen Start in den Dienstag.

Hier noch ein Bild von der 4-Linsen-Kamera.
Ilford FP4+
Acurol 1+100
30 Minuten

Birds


Muhhhh

Nein, ich war nicht betrunken im Feld unterwegs und habe mit der Kamera gewackelt :)
Das ist eine 4-Linsen Kamera, die innerhalb von einem Bruchteil einer Sekunde vier Linsen nacheinander öffnet und so Bewegungsbilder festhalten kann. Leider ist an der Kamera mal so gar nichts zum Einstellen vorhanden, da muss man nach Gefühl und Erfahrung auf den Auslöser drücken.
Später bei der Acurol-Entwicklung ist mir dann noch ein Fehler unterlaufen, die Chemie habe ich geschüttelt und nicht gekippt, weshalb wohl die “Wolken” in den oberen beiden Bildern zu sehen sind. Netter Fehlversuch, wie ich finde :) Ist kein Kunstwerk, aber dennoch irgendwie eine witzige Angelegenheit.
Der nächste Fehler dann beim Trocknen … irgendwie kamen Fusseln auf den noch nassen Film …

Muhhhhh

Ilford FP4+
Acurol 1+100; 30 Minuten alle 5 Minuten gekippt


Von Hunden und Katzen

dogs & cats


Acurol

Nun ist das Acurol (Entwickler) angekommen und habe gleich mal den Film damit entwickelt.
1+50 bei 10 Minuten und ich denke, dass wird meine Hauptchemie werden.

Ähre


Lift it

Polaroid - Feld

Vor einiger Zeit hatte ich ja schon mal über das Polaroid Lift It Verfahren erzählt. Hier mal ein Vergleich vom original Polaroidbild und dem daraus entstanden Lift It Bild.

Feld 092012 / Lift It


Man in the Mirror

Michael Joseph Jackson (* 29. August 1958 in Gary, Indiana; † 25. Juni 2009)

I’m starting with the Man In The Mirror
I’m asking him to change his ways
And no message could have
Been any clearer
If you wanna make the world
A better place …

#9-jpg


ORWOColor 21

Ein Kleinbildfilm, den es schon sehr lange nicht mehr gibt.
Das Negativ lagert seit rund 20 Jahren in der Aufbewahrungshülle und wurde gestern auf Papier gebannt.

#6-jpg


Dunkelkammergeflüster: Licht aus!

Nun habe ich das richtige Papier erhalten. Ein Karton mit 100 Blatt 13×18 Glänzend.
In der Dunkelkammer habe ich dann den ersten Versuch gemacht.
Dazu habe ich ein Blatt in Streifen geschnitten und mit Blende 5,6 zuerst 3 Sekunden belichtet, dann den nächsten Streifen mit 2 Sekunden usw.
Bei der Entwicklung sah ich bereits, dass die Streifen gleich schwarz sind und das konnte ja doch nicht sein.
Dann probierte ich das Ganze noch mal mit 1 Sekunde Belichtung und den unterschiedlichen Blenden.
Das Ergebnis war das selbe – gleichmäßige schwärze.
Während ich so am nachdenken war, kam mir in den Sinn, dass es trotz Rotlicht, vielleicht doch zu hell ist.
So schaltete ich die Deckenleuchte, die mit 3x15Watt Rotlicht bestückt ist, aus und ebenso eine der beiden Klemmlampe, welche mit jeweils einer 15 Watt Orangelicht bestückt ist.
Und welch Wunder – ich sah / sehe immer noch genug.
Daher legte ich gleich ein Negativ ein, justierte den Vergrößerer und stellte mal Blende 4 ein.
Belichtung 1 Sekunden, 30 Sekunden Entwicklung und schon ein schönes Ergebnis, aber nicht so wie es sein sollte.
Im Hinterkopf hatte ich den Tipp eines Fachmanns, dass das Blatt 60 Sekunden im Entwickler bewegt werden soll – diese Zeit sei perfekt für das Papier und die Silberpartikel könnten sich gleichmäßig entwickeln.
Belichtung und Blende muss ich so koordinieren, dass ich bei 60 Sekunden Entwickler ein perfektes Verhältnis der Grautöne erhalte.
Es dauerte ein paar Blatt bis ich dann das richtige Verhältnis für mich fand.
Licht aus! Bei Blende 5,6, 1 Sekunde Belichtung, zwischen 50 und 60 Sekunden Entwicklerbad, einmal durchs Stoppbad ziehen, in den Fixierer legen, Licht an machen und schauen und wundern und seufzen und dann das nächste Negativ auswählen …
Und dann geht es los:
Licht aus! und so weiter und nach dem bestaunen des Bildes im Fixierbad, das erste Bild aus dem Fixierer nehmen und wässern …
Ja, ihr ahnt es bereits:
Licht aus! blablabla … und das erste Bild aus dem Wasser und auf die Leine hängen, das zweite Bild wässern, während das dritte Bild im Fixierer liegt …

Und so habe ich vorhin die Leine voll gehangen …

leine voll

pigion

Jedes Bild ist ein Unikat – denn ich werde sie nur einmal printen.


Dunkelkammergeflüster: Was ist Kunst?

Laut Wiki: Das Wort Kunst bezeichnet im weitesten Sinne jede entwickelte Tätigkeit, die auf Wissen, Übung, Wahrnehmung, Vorstellung und Intuition gegründet ist (Heilkunst, Kunst der freien Rede). Im engeren Sinne werden damit Ergebnisse gezielter menschlicher Tätigkeit benannt, die nicht eindeutig durch Funktionen festgelegt sind. Kunst ist ein menschliches Kulturprodukt, das Ergebnis eines kreativen Prozesses.

Laut Renee: Kunst ist, etwas selbst zu machen (Tätigkeit). Auch wenn der Weg (der Prozess) falsch ist, das Ergebnis fehlerhaft ist, so kann es doch Gefallen.

Grundsätzlich stimme ich der Wiki-Erklärung zu und sage noch, dass Kunst zu beurteilen sehr schwierig und eine reine subjektive Sache ist.
Ich kann Kunst nicht kritisieren – ich kann nur sagen: gefällt mir oder gefällt mir nicht. Und bei beiden Antworten bin ich durchaus in der Lage zu erklären wieso und was ich wahrnehme.

Wieso diese einleitende Worte, wobei es hier im Blog nie viel zu lesen gibt?
Ich habe das Gefühl, ich muss das tun, da ich gleich ein paar Bilder zeigen werde, die zwar einen guten Weg beschreiben, ich mit dem ein oder anderen zufrieden bin, es aber noch lange nicht das Ziel / Endergebnis aufweist. Ich stecke noch am Anfang und entwickle mich. Das was ich zeige ist noch keine Kunst – kann aber gern als solche bezeichnet werden :)

Nachdem ja nun die Dunkelkammer steht und die ersten Prints getrocknet sind, habe ich diese eingescannt, gezeigt und um Fachfeedback gebeten. Das Feedback wurde aufgesaugt, verinnerlicht und umgesetzt. Nach einem Telefonat wurde mir auch klar, war das im ersten Versuch nicht so geklappt hat, wie es hätte klappen müssen. Man nehme einfach mal das falsche Papier oder vergießt die Filter für das Papier :)
Aber daraus entsteht Kunst <- laut meiner Definition :)

jpg - Analog Print #1 001
richtiges Negativ auf falschem Papier, bzw. ohne Gradationsfilter

jpg - analog 001-jpg
dann macht man ein Hybridbild daraus – scannen und am Rechner bearbeiten

jpg - Analog Print #2 - jpg
und es gibt die Möglichkeit im Entwicklungsprozess etwas falsch zu machen – Negativ hat Wasserflecken und das Papier wurde im Entwickler nicht bewegt, daher die Schlieren und Streifen

jpg - Analog Print #2 001
naja – manche müssen solche Fehler hinterher einarbeiten, um es Kunst zu nennen, ich mache die Fehler von Anfang an, damit sie mir hinterher nicht mehr passieren und empfinde es trotzdem als Kunst

Was ich damit sagen will: Ich stecke in Mitten einer Entwicklung und zeige es hier Schritt für Schritt …


Filmriss

Analog ist die Königsdisziplin
… wurde ich beim Workshop gefragt.
Jo! Sage ich da mal einfach, denn alleine schon das aufdrehen eines fertig geschossenen Films ist schon eine Meisterleistung für sich.
Sarkasmus aus
Neben meiner ausführlichen Erklärung wie Blende, Belichtung und das richtige fokussieren sich enorm günstig auf die Schärfe eines Bildes auswirkt, schickte ich meinen “Schüler” mit seiner Kamera 15 Minuten los, damit er “Sehen” lernt.
Während seiner Pirsch im Schwedenkai (Check-In Halle der Stena Line in Kiel) fotografierte ich mit der Analogen und freute mich, dass es flutschte.
Nach vier Stunden war der Workshop beendet, mein Schüler erleuchtet und ich stand im Bahnhof und wartete auf den Zug.
Also knipste ich da auch noch ein bisschen mit der Analogen. Zu Hause machte ich den Film voll mit Bildern aus’em Garten und so.
Am Schreibtisch wollte ich den Film zurück drehen und es machte knirsch … zisch … rums … und die Kurbel drehte sich so was von locker …
Der Film war gerissen …
Ich alte Neugier, machte den Deckel auf, das gerissene Filmende sprang mir entgegen und ich schlug den Deckel wieder zu und schob die Kamera schmollend zur Seite.
Jetzt wässert der Film … Bei der ersten Übersicht sind zumindest die Bilder im Schwedenkai und vom Bahnhof was geworden …
Analog ist definitiv eine Klasse für sich …

Praktica BM

Nach dem trocknen des Films, habe ich ihn noch in der Nacht eingescannt …

Warten auf Godot

Regio

Trash


Speicherstadt Hamburg

Nachdem ich den Film entwickelte und eingescannt hatte, war ich sehr über den Detailreichtum erstaunt. Auch die schöne Feinkörnigkeit und das wundervoll abstufen der Grautöne hat mich überzeugt. Was mir auch noch sehr gefallen hat, ist die Tatsache, dass der Ilford FP4+ sehr robust in der Handhabung ist und merkwürdige Fehlverhalten seitens des Menschen entschuldigt. Ich habe ja noch immer das Problem mit dem aufspulen des Film, in der Spüle fehlt eine Kugel, dadurch muss ich den Film etwas härter anpacken, um ihn in die Rolle zu bekommen. Der Kodak-Film zeigte mir in so einem Fall die kalte Schulter und die Doofkratzer und -knicke, doch der Ilford steckt das weg und auch beim scannen ist alles wunderbar ausgeleuchtet und weißt keine Vignette auf.
Mein persönliches Ergebnis des Kodak Trix400 vs. Ilford FP4+ ist eindeutig der Ilford …

Praktica BM + 50mm
Ilford FP4+, 1+18; 20°C; 6:45; HCD-2

Speicherstadt Hamburg


Fellowship

Wenige Monate nach dem ersten Treffen mit meinem Mann, verstarb seine Oma (Das Grab in der Mitte des Bildes).
Die Beerdigung war an meinem Geburtstag und das war auch der Tag an dem ich die Familie das erste mal traf.
Ein merkwürdiges Gefühl; aber ich fühlte mich – trotz der Trauer – sofort aufgenommen und in der Familie willkommen.
Seitdem muss ich bei jedem Besuch bei den Schwiegereltern das Grab von Oma besuchen. So auch am Ostersonntag.
Wir waren gerade am gehen, da hörten wir eine Frauenstimme über den ruhigen Friedhof: “Nun komm schon … hier gehts lang … nein, nicht da hin …” – dann sahen wir die Frau mit einer Tüte, die in Richtung Ausgang geht und im Schlepptau die Katze.
Am Friedhoftor angekommen, sagte die Alte: “Bleib hier, setzt dich hin und warte. Ich geh’ nur die Flasche wegbringen – bin gleich wieder da.”
Die Katze setzte sich und wartete und maunzte … “Mau … mau … mau” … Dann gingen sie wieder gemeinsam über den Friedhof zurück …

Fellowship

Praktica BM + 50mm
Kodak 400TX
1+11 22°C 7′ 30” HCD-2


Frohe Ostern …

und schöne Feiertag

Osterteddy

Happy Eastern


Emotionen wecken

Hier habe ich ein kleines Experiment vorbereitet – recht spontan – und freue mich sehr, wenn ich euch dafür begeistern kann.
Ihr müsst auch gar nicht viel machen.
Vielleicht braucht ihr nur 5 Minuten …

Um was geht es …?
… um die Frage: Wie und welche Emotionen werden durch Bilder geweckt.

Schaut euch bitte die nachfolgenden zwei Bilder an und schreibt im Kommentar was euch beim Betrachten durch den Kopf ging und was ihr empfunden habt.

Bild 1
Hasi

Bild 2
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