Renee Hawk – Photography

About: Renee Hawk

#285 of 365 days [06092008] alternate

Das Bild entstand im Sommer 2008 auf der Hochzeit von Freunden. Der freundliche Hochzeitsfotograf drückte mir seine Kamera in die Hand, um mit meiner Kamera dieses Bild zu machen.
Es war eine spontane Frage meinerseits, die er ebenso spontan für mich umsetzte.
“Oh, dass ist eine Pentax; damit habe ich noch nie fotografiert.”
“Ist wie mit jeder Spiegelreflex”, gab ich lächelnd zurück.
Er schaute sich die Kamera an, stellte hier und da ein paar Werte ein und drückte den Auslöser. Dann tauschten wir wieder unsere Kameras.

Hier stand mal eine lange Liste über Dinge, persönliche Aussagen. Eigenschaften, Vorlieben und alles einsilbig; und doch nichts von dem sagte wirklich etwas über mich aus – naja: bis auf die Aussage: Schwarz in der Seele. Darauf beziehen sich auch die 13 Kommentare (mehr oder weniger).

Bin 67′ Baujahr und Sternzeichen Wassermann, was dazu führt, dass ich oft weit der Zeit voraus bin.
Ich wuchs zwischen Hauptstrasse und Mosel auf, kletterte auf Bäume, spielte Verstecken, wanderte durch Abwasserkanäle, klaute in Opa’s Werkstatt Hammer und Nägel für Wellblechhütten, grillte Kartoffeln am Lagerfeuer und ließ gerne meine Füße vom Bootssteg in die Mosel baumeln und pflückte armgroße Sträuße Feldblumen für Oma und Mom.
In einer selbstgebauten Erdhöhle rauchte ich meine erste Kippe auf Lunge und bekam höllische Schimpfe deswegen; meinen Brüdern erging es genauso *haha!*.
In der Großstadt lernte ich Kegeln, Spitzen-, Majoretten- und Twirlingtanz, dann wechselte ich zum täglichen Schlittschuhlauf.
Irgenwann heiratete ich und zog ins Ausland, kam dann irgendwann wieder und bin seit 13 Jahren geschieden.
Und seit knapp 13 Jahren arbeite ich als telefonischer Kundenberater Inbound/Oudbound für verschiedene Hotlines (Technik, IT, Mobilfunk) im Secondlevel/Backoffice.
Als Ausgleichssport betreibe ich das fotografieren, seit mehr als 20 Jahren. Früher noch Analog mit Praktika, Canon und Agfa, heute Digital mit Pentax, Samsung und Braun.
Durch die Arbeit bin ich ein Einzelgänger geworden . Schichtdienst ist der soziale Tod.
Das spielen, basteln und erforschen könnte ich bisher nicht lassen. Meine Neugier, Dinge zu erfassen/begreifen ist enorm. Mein Wissenhunger ist ungestillt und neue Herausforderungen gehe ich mit Forscherdrang entgegen. Aufkommendes Kopfchaos liste ich auf und hacke ab, was überdacht ist. Das [Geschichten]schreiben hat mir schon einige Beiträge in verschieben Anthologien beschehrt, auch Beträge aufs Bankkonto konnten dadurch positiv verbucht werden und mit einer CD in limitierter Auflage wurde meine Stimme festgehalten.
Dadurch schaffte es sogar mein Künstername Renee Hawk in den Personalausweis.
Zur Zeit bin ich nicht auf der Suche nach neuen beruflichen Herausforderungen und erfreue mich meiner wiedergewonnen Gesundheit – Dank sei Titanimplantat.