Renee Hawk – Photography

Posts tagged “Dunkelkammergeflüster

Man in the Mirror

Michael Joseph Jackson (* 29. August 1958 in Gary, Indiana; † 25. Juni 2009)

I’m starting with the Man In The Mirror
I’m asking him to change his ways
And no message could have
Been any clearer
If you wanna make the world
A better place …

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ORWOColor 21

Ein Kleinbildfilm, den es schon sehr lange nicht mehr gibt.
Das Negativ lagert seit rund 20 Jahren in der Aufbewahrungshülle und wurde gestern auf Papier gebannt.

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Dunkelkammergeflüster: Licht aus!

Nun habe ich das richtige Papier erhalten. Ein Karton mit 100 Blatt 13×18 Glänzend.
In der Dunkelkammer habe ich dann den ersten Versuch gemacht.
Dazu habe ich ein Blatt in Streifen geschnitten und mit Blende 5,6 zuerst 3 Sekunden belichtet, dann den nächsten Streifen mit 2 Sekunden usw.
Bei der Entwicklung sah ich bereits, dass die Streifen gleich schwarz sind und das konnte ja doch nicht sein.
Dann probierte ich das Ganze noch mal mit 1 Sekunde Belichtung und den unterschiedlichen Blenden.
Das Ergebnis war das selbe – gleichmäßige schwärze.
Während ich so am nachdenken war, kam mir in den Sinn, dass es trotz Rotlicht, vielleicht doch zu hell ist.
So schaltete ich die Deckenleuchte, die mit 3x15Watt Rotlicht bestückt ist, aus und ebenso eine der beiden Klemmlampe, welche mit jeweils einer 15 Watt Orangelicht bestückt ist.
Und welch Wunder – ich sah / sehe immer noch genug.
Daher legte ich gleich ein Negativ ein, justierte den Vergrößerer und stellte mal Blende 4 ein.
Belichtung 1 Sekunden, 30 Sekunden Entwicklung und schon ein schönes Ergebnis, aber nicht so wie es sein sollte.
Im Hinterkopf hatte ich den Tipp eines Fachmanns, dass das Blatt 60 Sekunden im Entwickler bewegt werden soll – diese Zeit sei perfekt für das Papier und die Silberpartikel könnten sich gleichmäßig entwickeln.
Belichtung und Blende muss ich so koordinieren, dass ich bei 60 Sekunden Entwickler ein perfektes Verhältnis der Grautöne erhalte.
Es dauerte ein paar Blatt bis ich dann das richtige Verhältnis für mich fand.
Licht aus! Bei Blende 5,6, 1 Sekunde Belichtung, zwischen 50 und 60 Sekunden Entwicklerbad, einmal durchs Stoppbad ziehen, in den Fixierer legen, Licht an machen und schauen und wundern und seufzen und dann das nächste Negativ auswählen …
Und dann geht es los:
Licht aus! und so weiter und nach dem bestaunen des Bildes im Fixierbad, das erste Bild aus dem Fixierer nehmen und wässern …
Ja, ihr ahnt es bereits:
Licht aus! blablabla … und das erste Bild aus dem Wasser und auf die Leine hängen, das zweite Bild wässern, während das dritte Bild im Fixierer liegt …

Und so habe ich vorhin die Leine voll gehangen …

leine voll

pigion

Jedes Bild ist ein Unikat – denn ich werde sie nur einmal printen.


Dunkelkammergeflüster: Was ist Kunst?

Laut Wiki: Das Wort Kunst bezeichnet im weitesten Sinne jede entwickelte Tätigkeit, die auf Wissen, Übung, Wahrnehmung, Vorstellung und Intuition gegründet ist (Heilkunst, Kunst der freien Rede). Im engeren Sinne werden damit Ergebnisse gezielter menschlicher Tätigkeit benannt, die nicht eindeutig durch Funktionen festgelegt sind. Kunst ist ein menschliches Kulturprodukt, das Ergebnis eines kreativen Prozesses.

Laut Renee: Kunst ist, etwas selbst zu machen (Tätigkeit). Auch wenn der Weg (der Prozess) falsch ist, das Ergebnis fehlerhaft ist, so kann es doch Gefallen.

Grundsätzlich stimme ich der Wiki-Erklärung zu und sage noch, dass Kunst zu beurteilen sehr schwierig und eine reine subjektive Sache ist.
Ich kann Kunst nicht kritisieren – ich kann nur sagen: gefällt mir oder gefällt mir nicht. Und bei beiden Antworten bin ich durchaus in der Lage zu erklären wieso und was ich wahrnehme.

Wieso diese einleitende Worte, wobei es hier im Blog nie viel zu lesen gibt?
Ich habe das Gefühl, ich muss das tun, da ich gleich ein paar Bilder zeigen werde, die zwar einen guten Weg beschreiben, ich mit dem ein oder anderen zufrieden bin, es aber noch lange nicht das Ziel / Endergebnis aufweist. Ich stecke noch am Anfang und entwickle mich. Das was ich zeige ist noch keine Kunst – kann aber gern als solche bezeichnet werden :)

Nachdem ja nun die Dunkelkammer steht und die ersten Prints getrocknet sind, habe ich diese eingescannt, gezeigt und um Fachfeedback gebeten. Das Feedback wurde aufgesaugt, verinnerlicht und umgesetzt. Nach einem Telefonat wurde mir auch klar, war das im ersten Versuch nicht so geklappt hat, wie es hätte klappen müssen. Man nehme einfach mal das falsche Papier oder vergießt die Filter für das Papier :)
Aber daraus entsteht Kunst <- laut meiner Definition :)

jpg - Analog Print #1 001
richtiges Negativ auf falschem Papier, bzw. ohne Gradationsfilter

jpg - analog 001-jpg
dann macht man ein Hybridbild daraus – scannen und am Rechner bearbeiten

jpg - Analog Print #2 - jpg
und es gibt die Möglichkeit im Entwicklungsprozess etwas falsch zu machen – Negativ hat Wasserflecken und das Papier wurde im Entwickler nicht bewegt, daher die Schlieren und Streifen

jpg - Analog Print #2 001
naja – manche müssen solche Fehler hinterher einarbeiten, um es Kunst zu nennen, ich mache die Fehler von Anfang an, damit sie mir hinterher nicht mehr passieren und empfinde es trotzdem als Kunst

Was ich damit sagen will: Ich stecke in Mitten einer Entwicklung und zeige es hier Schritt für Schritt …