Kameraeinstellungen und Belichtung

Die grundlegendsten Kameraeinstellungen, die Sie beeinflussen können, ist, wie hell oder dunkel das Foto ausfallen wird. Je mehr Licht einfallen kann, desto heller wird das Bild. Das ist eine sehr einfach zu verstehende Eigenschaft in der Fotografie, dennoch kann es einige Zeit dauern, die Belichtung zu beherrschen.

Es gibt keine objektive Größe, die Ihnen sagt, wann die Belichtung „richtig“ ist. Sie müssen selbst herausfinden, ob ein Foto zu hell oder zu dunkel wirkt. Trotzdem sollten Sie vermeiden, dass Lichter „beschnitten“ werden. Beschneiden bedeutet in der Digitalfotografie, dass die Information in diesem Bereich verloren geht. Normalerweise können wir heute in der Nachbearbeitung die Belichtung sehr frei verändern. Lightroom bietet Ihnen einen Belichtungsbereich von -5 bis +5. Aber wenn Bereiche beschnitten werden, können Sie die Belichtung für diesen Bereich nicht anpassen.

Um besser zu verstehen, wie die Belichtung funktioniert, gibt es das Konzept des Belichtungsdreiecks.

Unten sehen Sie eine Übersicht über die drei Einflussfaktoren, die Sie für Ihre Kameraeinstellungen ändern können.

Blende

Die erste grundlegende Kameraeinstellung ist die Blende. Die Blende beschreibt, wie offen das Objektiv ist und wie viel Licht durch das Objektiv durchgelassen wird.

Die Lichtmenge wird in Blendenstufen beschrieben und je niedriger die Blendenzahl, desto offener ist die Blende. Zum Beispiel lässt eine Blende von f/1,4 die doppelte Lichtmenge im Vergleich zu f/2,0 durch.

Für eine genauere Erklärung empfehle ich Ihnen, meinen Leitfaden über das Belichtungsdreieck zu lesen.

Wir können die Besonderheiten der Blende auf zwei grundlegende Erkenntnisse reduzieren.

Je offener die Blende ist, desto mehr Licht wird durchgelassen und desto geringer wird die Schärfentiefe sein.

Die Schärfentiefe beschreibt den Bereich in einem Bild, der scharf ist. Je nach Brennweite und Blendenöffnung kann die Schärfentiefe enger oder weiter sein. Ich habe die Schärfentiefe auch in meinem Artikel über Schärfetechniken erklärt.

Wo können Sie die Blende in den Kameraeinstellungen verändern?

Das ist keine dumme Frage, denn es hängt wirklich von der Kamera ab, wo man die Blende verändern kann bzw. welche Möglichkeiten der Hersteller gibt.

Bei meiner RicohGR zum Beispiel habe ich ein Rad ganz in der Nähe des Auslösers, wo ich die Blende ändern kann.

Bei meiner FujiX100F kann ich die Blende am Objektiv einstellen.

Die Canon Rebel ändert die Blende über das Kameramenü.

Schauen Sie sich an, wie Ihr Objektiv aussieht. Wenn es zwei Ringe hat, dann ist einer davon zum Ändern der Blende und der andere zum manuellen Fokussieren.

Andernfalls schlagen Sie im Handbuch nach, um zu erfahren, wie Sie die Blende verstellen können.

Verschlusszeit

Die Verschlusszeit bestimmt, wie lange der Sensor oder der Film dem Licht ausgesetzt wird. Sie wird in der Regel in Sekundenbruchteilen gemessen und der Sensor wird nur für eine sehr kurze Zeit belichtet.

Je länger der Verschluss geöffnet bleibt, desto länger wird der Sensor belichtet und desto heller wird das Bild.

Beachten Sie beim Einstellen der Verschlusszeit für Ihre Kameraeinstellungen, dass auch die Bewegung eine wichtige Rolle spielt.

Wenn Sie schnell bewegte Objekte wie Autos oder Vögel mit einem langen Teleobjektiv fotografieren, benötigen Sie eine sehr kurze Verschlusszeit, um ein Verwischen des Motivs zu vermeiden.

Wenn Sie dagegen Wasserströme fotografieren und das Wasser weich und ein wenig verschwommen sein soll, dann benötigen Sie eine längere Verschlusszeit, manchmal sogar einige Sekunden.

Als Faustregel gilt, dass die Verschlusszeit nicht kürzer sein sollte als der Kehrwert der Brennweite. Wenn Sie also z.B. mit einem 50mm-Objektiv fotografieren, sollten Sie nicht länger als 1/50s wählen, sonst wird das Foto unscharf.

Natürlich können Sie dank moderner Stabilisierungsmethoden oft langsamer gehen, aber Sie sollten erst einmal testen, wo Ihre persönlichen Grenzen liegen, bevor Sie ein wichtiges Bild verpfuschen.

ISO

Der ISO-Wert ist eine eher technische und abstrakte Eigenschaft moderner Kameras.

Vor dem Zeitalter der digitalen Sensoren beschrieb der ISO-Wert die chemische Empfindlichkeit des Films.

Je empfindlicher der Film war, desto weniger Licht wurde für ein gut belichtetes Foto benötigt, aber die Qualität schien zu leiden.

Heute haben wir digitale Sensoren, aber immer noch das Konzept der ISO.

Im Allgemeinen würde ich, wenn ich über die Kameraeinstellungen nachdenke, versuchen, den ISO-Wert bei 100 zu halten. Auf diese Weise erhält man die beste Bildqualität und mit jeder Erhöhung des ISO-Wertes nimmt auch das Rauschen zu.

Daher würde ich den ISO-Wert nur dann erhöhen, wenn meine anderen Optionen (Blende & Verschlusszeit) bereits an ihre Grenzen stoßen und nicht mehr verändert werden können.

In den nächsten Beiträgen können SIe etwas über 3 Fotografie-Tipps für Einsteiger oder Kameraeinstellungen und Belichtung lesen.

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